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Die Stadt Almería [Einleitung] Die vorwiegend modern geprägte Provinzhauptstadt (190.000 Einwohner) zählt nicht unbedingt zu den städtebaulichen Höhepunkten Andalusiens. Folgerichtig wird Almería relativ selten besucht. Eigentlich schade... Almería ist nämlich sehr lebendig und bei aller Modernität ausgesprochen spanisch (oder besser gesagt ausgesprochen andalusisch) geblieben. Seine Glanzzeit erlebte Al-Mariya, der Spiegel des Meeres, unter den Mauren, an die noch die mächtige und aufwändig restaurierte Festung Alcazaba hoch über dem Zentrum erinnert. Neben der festungsartigen Kathedrale ist sie auch die Hauptsehenswürdigkeit der an Monumenten eher armen, aber mit einer regen Kneipenkultur gesegneten Stadt.
Dem heutigen Almería sichern vor allem die ausgedehnten Treibhauskulturen des Umlands Bedeutung. In erster Linie ist es ihnen zu verdanken, dass die einst bitterarme Region seit einigen Jahren einen kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, der freilich nicht alle Bevölkerungsteile erfasst. Verschifft werden die landwirtschaftlichen Erzeugnisse und die z. T. immer noch im Hinterland geförderten Erze vom grossen Hafen Almerías. Wichtig ist ebenso der Flughafen, der im Liniendienst zwar nur eher schwach, im Charterverkehr jedoch recht häufig bedient wird. Bis zum Hafengebiet reicht das im Sommer trockene Flussbett der Rambla de Belén, das in den Neunzigerjahren parkähnlich umgestaltet wurde und jetzt durchaus repräsentativ wirkt. Diese Rambla teilt Almería in zwei Bereiche: westlich liegt das Zentrum, östlich neuere Viertel mit dem Bahnhof und dem Busbahnhof. Ein paar Blocks landeinwärts der Küste zweigt von der Rambla der Paseo de Almería ab, die geschäftige Hauptstrasse der Stadt. An ihrem oberen Ende markiert die grosse Kreuzung Puerta de Purchena das Zentrum Almerías. Östlich und südöstlich, Richtung Alcazaba, erstreckt sich die verwinkelte Altstadt. |
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